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Motorrad Tank Bau Schritt für Schritt
#1
Mahlzeit.

In Kürze gehts dran einen Motorradtank zu bauen. Ein paar Fragen habe ich noch vorab. Bevor es eilig wird stelle ich sie schonmal heute.

Ich lese jetzt nun schon geraume Zeit hier, sonst wo im I-Net und auch im Handbuch rum. Aber irgendwie verwirrt mich das zunehmend.

Wegen der Wahl der Verstärkungsfasern denke ich bekomme ich langsam einen Plan.

1.

Aber.... Jetzt bin ich mal dran die Liste zu erstellen was ich noch bestellen muss. Einen Tank als eines der ersten Projekte ist sicherlich nicht die empfohlene Vorgehensweise, deshalb lasse ich das Thema Sichtcarbon mal ganz weit weg. Funktionieren muss er; dicht sein und beim Sturz nicht zerbersten.
Ich habe mit HP telefoniert und man empfahl mir dort das HP-EP45 KL. Weils ja nicht Sicht ist, sollte ich das Harz anstatt einem UP-Vorgelat einfach Thixotropieren, nach Lust und Laune einfärben und dann mit dem gleichen Harz weitermachen. Zum Kleben, wenn die Tropfzeit mir dazu nicht zu lange wäre, könnte ich das auch nehmen.

Jetzt muss ich sowieso noch ein paar Sachen bei R&G bestellen und habe dort mal nach den Harzen geschaut. Das gäbe es dann das http://shop1.r-g.de/art/120300 Epoxydharc C was Benzinbeständig ist. Jetzt schreiben die dass man das einfach auch nur nehmen könnte um innen einen Benzinfesten Anstrich zu machen. Kostet ja auch mehr als das doppelte wie oben das von HP.
Könnte ich dann vielleicht einfach das Epoxy L http://shop1.r-g.de/art/100133 nehmen bei dem man sogar härter mit 90 min. Tropfzeit bekommt und dann am Schluß nochmal einen Anstrich mit dem Epoxy C wegen der Benzinbeständigkeit und vielleicht auch wegen der Dichtigkeit.

HP und R&G würde ich jetzt beide als Fachhändler bezeichnen. Beide..oder ? Es ist ja immer so, daß viele Werkstoffe die eines ganz gut können, dafür anderes nicht so gut. Alleskönner gibt es nicht und sind dann immer nur Kompromisse. Was für ein Harz ist das dann von HP ? Soll auch Benzinbeständig sein kostet aber weniger als die Hälfte als das Benzinbeständige von RG ??

Was meint Ihr zum Thema Harz beim Benzintank ?


2.

Das Laminieren. Gibt Handlaminat, möchte aber mit Vakuum (keine Infusion) arbeiten. Irgenwie habe ich noch nicht die passenden Bilder, Videos oder Infos gefunden. Was passiert eigentlich beim Vakuum wenn ein Bauteil senkrechte Teile hat ? Also den Tank mache ich 2Teilig. Den Boden, wie das Peter O hier schon 2 mal dokumentiert hat und dann quasi den oberen Teil vom Tank. Das Oberteil hat bei Laminiersicht im Grunde die Form einer Wanne. Dabei hat man grob gesagt 2 Senkrecht und eine Waagrechte Fläche. Was passiert dann beim Vakuum anlegen ? Zieht es dann an den Senkrechten Teilen das Laminat nicht runter ?? Ist das eine Falschannahme ?
Im Handbuch konnte ich noch keine Stelle finden die darauf eingeht.

Soweit erstmal.

Für Eure Hilfe herzlichen Dank.

Andreas
Antworten
#2
(03.06.2016, 11:10)Anderl schrieb: Mahlzeit.

In Kürze gehts dran einen Motorradtank zu bauen. Ein paar Fragen habe ich noch vorab. Bevor es eilig wird stelle ich sie schonmal heute.

Ich lese jetzt nun schon geraume Zeit hier, sonst wo im I-Net und auch im Handbuch rum. Aber irgendwie verwirrt mich das zunehmend.  

Wegen der Wahl der Verstärkungsfasern denke ich bekomme ich langsam einen Plan.

1.

Aber.... Jetzt bin ich mal dran die Liste zu erstellen was ich noch bestellen muss. Einen Tank als eines der ersten Projekte ist sicherlich nicht die empfohlene Vorgehensweise, deshalb lasse ich das Thema Sichtcarbon mal ganz weit weg. Funktionieren muss er; dicht sein und beim Sturz nicht zerbersten.
Ich habe mit HP telefoniert und man empfahl mir dort das HP-EP45 KL. Weils ja nicht Sicht ist, sollte ich das Harz anstatt einem UP-Vorgelat einfach Thixotropieren, nach Lust und Laune einfärben und dann mit dem gleichen Harz weitermachen. Zum Kleben, wenn die Tropfzeit mir dazu nicht zu lange wäre, könnte ich das auch nehmen.

Jetzt muss ich sowieso noch ein paar Sachen bei R&G bestellen und habe dort mal nach den Harzen geschaut. Das gäbe es dann das http://shop1.r-g.de/art/120300 Epoxydharc C was Benzinbeständig ist. Jetzt schreiben die dass man das einfach auch nur nehmen könnte um innen einen Benzinfesten Anstrich zu machen. Kostet ja auch mehr als das doppelte wie oben das von HP.
Könnte ich dann vielleicht einfach das Epoxy L http://shop1.r-g.de/art/100133 nehmen bei dem man sogar härter mit 90 min. Tropfzeit bekommt und dann am Schluß nochmal einen Anstrich mit dem Epoxy C wegen der Benzinbeständigkeit und vielleicht auch wegen der Dichtigkeit.

HP und R&G würde ich jetzt beide als Fachhändler bezeichnen. Beide..oder ?  Es ist ja immer so, daß viele Werkstoffe die eines ganz gut können, dafür anderes nicht so gut. Alleskönner gibt es nicht und sind dann immer nur Kompromisse. Was für ein Harz ist das dann von HP ? Soll auch Benzinbeständig sein kostet aber weniger als die Hälfte als das Benzinbeständige von RG ??

Was meint Ihr zum Thema Harz beim Benzintank ? Da der Tank in der Nähe vom Zylinder ist, bleibt als Matrix nur L/L20 und EPH 161


2.

Das Laminieren. Gibt Handlaminat, möchte aber mit Vakuum (keine Infusion) arbeiten. Irgenwie habe ich noch nicht die passenden Bilder, Videos oder Infos gefunden. Was passiert eigentlich beim Vakuum wenn ein Bauteil senkrechte Teile hat ? Also den Tank mache ich 2Teilig. Den Boden, wie das Peter O hier schon 2 mal dokumentiert hat und dann quasi den oberen Teil vom Tank. Das Oberteil hat bei Laminiersicht im Grunde die Form einer Wanne. Dabei hat man grob gesagt 2 Senkrecht und eine Waagrechte Fläche. Was passiert dann beim Vakuum anlegen ? Zieht es dann an den Senkrechten Teilen das Laminat nicht runter ?? Ist das eine Falschannahme ? Ja !
Im Handbuch konnte ich noch keine Stelle finden die darauf eingeht.

Soweit erstmal.

Für Eure Hilfe herzlichen Dank.

Andreas
Gruß von Peter
Antworten
#3
(03.06.2016, 18:12)Peter_Olbertz schrieb: ..

Was meint Ihr zum Thema Harz beim Benzintank ? Da der Tank in der Nähe vom Zylinder ist, bleibt als Matrix nur L/L20 und EPH 161

..
Hallo Peter,

danke für deine Meinung.

Habe mal die Infors vom Datenblatt rauskopiert:
................................................................................................
Quelle: http://www.ezentrumbilder.de/rg/pdf/td_de_100135.pdf

Härter EPH 161
Beschreibung
Härter für Epoxydharz L
Verarbeitungszeit 90 Minuten
Frei von DETA
Härtungstemperaturen ab 18 °C
Anwendungsgebiet
Das bewährte R&G Epoxydharz L ist mit dem Härter EPH 161 für den Bau von Fahrzeugbauteilen vom TÜV zugelassen.
Für warmfeste Laminate bis max. 120 °C in Verbindung mit Epoxydharz L.
Bauteile daraus härten bei Raumtemperatur gut an und sind ohne Schwierigkeiten entformbar und bearbeitbar. Das System ist sehr
dünnflüssig und besitzt eine hervorragende Tränkfähigkeit von Glas-, Aramid- und Kohlenstoffasern. Die statische und dynamische
Festigkeit ist sehr gut.
Um die Wärmeformbeständigkeit zu erhöhen und optimale Festigkeitswerte zu erzielen, werden die Bauteile bei erhöhter Temperatur
nachgehärtet. Als Standardwert empfiehlt sich eine Temperung von 15 Stunden bei ca. 60 °C. Der Tg-Vorlauf beträgt ca. 20 °C.
Dies bedeutet:
Härtungstemperatur (15 h) ca. Wärmeformbeständigkeit
60 °C 80 °C
70 °C 90 °C
80 °C 100 °C
90 °C 110 °C
100 °C 120 °C
Ab einer Härtungstemperatur von 110 °C wird die maximale Wärmeformbeständigkeit von ca. 130 °C erreicht.
..........................................................................................................

Zur Benzinbeständigkeit / Chemische Beständigkeit ist nichts erwähnt. Ist das denn nun für einen Benzintank geeignet ?

Weiter findet man in dem Datenblatt auch Informationen zu anderen Härterkombis mit dem Harz L. Dort ist bei einigen explizit die Eigenschaft zum Kleben aufgeführt.
Bei der Kombi L/EPH161 steht nix von Kleben. Kann man das denn zum Zusammenkleben der Tankhälften benutzen ? Oder brauche ich dazu einen anderen Härter ?

Beim Harz C steht wegen der Temperatur: Die Wärmeformbeständigkeit liegt bei Kalthärtung um 60 °C.
Ist die wie bei der L-Kombination durch Tempern noch zu erhöhen ? Steht nix im Datenblatt drin.
60 Grad. Da es sich um einen wassergekühlten 125er 2-Takter handelt und dazu noch die Airbox zwischendrin ist, denke ich nicht dass die 60 Grad ein Problem wären. Welche Temperaturen herrschen, wenn mal 3-4 Stunden volle Sonne drauf scheinen weis ich nicht. Aber vielleicht doch zum Benzinfest machen innen drin, wenn das L nicht Benzinfest wäre ?? !!

Ich muss nochmal das Handbuch durchforsten, aber ich meine da stand diesbezüglich nichts drin.

Vielleicht hat noch wer Infos zu meinen Fragen.

Danke
Andreas
Antworten
#4
Kilo preis sind 6€ mehr das wäre auch der einzige unterschied, und wenn man schon bestellt nimmt
man es gleich mit, mach ich auch nicht anders darum kenne ich beide Harz. Extra bestellen
kommt auch Versand hinzu von daher....
Zum laminieren sind aber beide nicht geeignet damit bekommt man das Gewebe nicht
Anständig getränkt zumindest im kalten zustand. ich setze das immer für die letzten
2 lagen ein muss aber anständig warm gemacht werden was natürlich die Topfzeit
beeinflusst.

Also für den ersten schritt ein Harz nehmen das sich anständig verarbeiten lässt das ganze
härten lassen und dann Z.b Harz C verwenden. Benzin kann normales Ep harz
auch gut ab nur werden Additive zugeben, und da jeder Konzern sein eigenes Süppchen kocht
und nicht verrät kann kein Hersteller darauf reagieren von daher ist Harz C nie verkehrt.

Wegen sonnen Einstrahlung würde ich mir keine Gedanken machen auch nicht wegen Motorwärme
da kann man notfalls mit Hitzeschutz matten arbeiten.

Grüße
Roland
Antworten
#5
(04.06.2016, 10:55)mfs schrieb: ..Zum laminieren sind aber beide nicht geeignet damit bekommt man das Gewebe nicht
Anständig getränkt zumindest im kalten zustand. ich setze das immer für die letzten
2 lagen ein muss aber anständig warm gemacht werden was natürlich die Topfzeit
beeinflusst.
..
Mit "beide" meinst Du das Harz C von R&G und das E45KL von HP ?

Bei dem Harz C hatte ich das schon gelesen. 40 Grad muss es haben.

Aber wenn ich mit Vakuum arbeite müsste ich alles 2 x Eintüten. Wird dann ziemlich aufwändig...
Oder kann ich beide Harze nass in nass verarbeiten ?

Wie wäre es mit der Alternative, im Nachgang, nachdem das Material ausgehärtet ist, vor dem Tempern, eine Schicht von dem Harz C reinzupinseln. Vielleicht sogar wenn die Tankhälften schon verklebt sind. Dann hätte man auch diese Fuge Benzinfest nochmal abgedichtet.

Der ddc-Dominic empfahl mir als Alternative vielleicht eine PE-Schicht einzubringen. Da muss ich mich mal noch schlau machen.

Gruß und Danke.
Andreas
Antworten
#6
Ja damit ist das von r&g und hp gemeint. nass in nass habe ich noch nicht gemacht werde das
auch gar nicht versuchen, das zeug ist ja recht zäh. naja aufwand sehe ich jetzt nicht halbe Std.
ist das vergessen.

Dominik hat natürlich recht, moderne Kunststoff Tanks sind auch aus Pa 6 das hat ja auch etwas
mit der Damfdiffusion zu tun die nicht zu unterschätzen ist, nur habe ich noch nichts anständiges
zum streichen gefunden, es gibt zwar gewisse Hersteller die sich darauf spezialisiert haben nur
wenn man das Datenblatt liest heißt es das über Winter der tank leer gemacht werden muss.
nur macht das keiner

Grüße
Roland
Antworten
#7
Ich nehme das Epoxy C / Härter C. Da das für ein Rennmopped ist, in dem dann ganzjährig kein Sprit drin ist, mache ich mir in dem Fall keine Gedanken.

Was anderes noch: ich überlege gerade wie man die Befestigung des Tanks herstellt. Klar..aus Laminat. An dem Tank kommt vorne und hinten so ein "Entenschnabel" dran, mit dem der festgemacht wird. Ist es empfehlenswert dort eine kleine Aluplatte mit einzulaminieren ? oder einfach nur ein Aluring um die Befestigungslöcher ?
Antworten
#8
(06.07.2016, 12:21)keny34 schrieb: http://www.caswellplating.com/epoxy-gas-tank-sealer.html

bin auch grad dabei einen motorradtank für den formenbau vorzubereiten.
hierzulande gibts leider kein epoxy welches 100% ethanol resistent ist.

ein profi hersteller aus england, der seine tanks aus prepreg macht, versiegelt mit phenol novolac.

Na ja würde es bei uns auch geben z.b  Kreem aus Schweinfurt. Mein tank ist jetzt über 10jahre
alt und da gibt es keine Problem. Vom Harz her halten die schon. Kriminell wird es erst beim
Lackaufbau, versucht man da mit 1k Lacken zu arbeiten geht das garantiert in die Hose.

Grüße
Roland
Antworten
#9
(06.07.2016, 13:09)Anderl schrieb: ..

Was anderes noch: ich überlege gerade wie man die Befestigung des Tanks herstellt. Klar..aus Laminat. An dem Tank kommt vorne und hinten so ein "Entenschnabel" dran, mit dem der festgemacht wird. Ist es empfehlenswert dort eine kleine Aluplatte mit einzulaminieren ? oder einfach nur ein Aluring um die Befestigungslöcher ?

Bevor meine Frage untergeht nochmal die Wiederholung ;-)
Antworten
#10
(06.07.2016, 15:08)Anderl schrieb:
(06.07.2016, 13:09)Anderl schrieb: ..

Was anderes noch: ich überlege gerade wie man die Befestigung des Tanks herstellt. Klar..aus Laminat. An dem Tank kommt vorne und hinten so ein "Entenschnabel" dran, mit dem der festgemacht wird. Ist es empfehlenswert dort eine kleine Aluplatte mit einzulaminieren ? oder einfach nur ein Aluring um die Befestigungslöcher ?

Bevor meine Frage untergeht nochmal die Wiederholung ;-)

Ein Aluring macht an Befestigungen eigentlich immer Sinn und schaut auch sauberer aus,
nur soll ein Tank Gummi gelagert werden von daher geht es auch ohne, verstärken solte
man Halter aber schon.

Grüße
Roland
Antworten


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